» Zum Forum (Portal)» Zur ForenübersichtImpressum/Kontakt

Blog Startseite

Un bel dì


von Melusine

Gewinnertext Nr. 2 des Schreibwettbewerbs "II Das rote Pferd"


Ich stehe hinter der Bühne und spähe durch den Spalt im Vorhang. Die Menge tobt, er hat sie gut in der Hand.
„Das Rote“, hat er gesagt.
Rot steht mir nicht. Außerdem ist es viel zu tief ausgeschnitten.
Aber er duldet keinen Widerspruch.

Mein Auftritt. Fast hätte ich ihn verpasst.
„Komm!“, zischt er zwischen zusammengebissenen Zähnen.

Ich trete auf die Bühne. Er hebt den Taktstock.
    Un bel dì, vedremo
    levarsi un fil di fumo
    sull'estremo confin del mare ...
Während ich singe, habe ich Renée Fleming vor Augen, und Maria Callas, und ich weiß, ich komme nicht an sie ran, aber ich versuche es, lege alles, alles hinein, was ich an Leidenschaft in mir habe, an Stimme, an Timbre ... für ihn.
Das rote Abendkleid wird zum Kimono, ich singe nicht die Butterfly, ich bin Butterfly.
    Tienti la tua paura,
    io con sicura fede l'aspetto.

Nachdem ich geendet habe, entsteht eine Pause, in der mir beinahe das Herz stehen bleibt. Dann: Rauschender Beifall.

Sein Gesicht gleicht einer Gewitterwolke.

Während ich in der Garderobe das Hurenkleid ausziehe, singe ich leise „Con onor muore“ - aber der Tod, an den ich denke, ist nicht meiner.


der planet der pferde


von Lothar Thiel

Gewinnertext Nr. 1 des Schreibwettbewerbs "II Das rote Pferd"


wer reitet so spät durch nacht und wind?
es ist eine stute mit ihrem kind.
sie fliegt über dächer und straßen aus kot.
das fohlen ist bläulich, die mutter ist rot.

“hier stinkt es entsetzlich”, bemängelt das kleine
und hebt instinktiv seine zierlichen beine.
“das nimmt man zum düngen”, erklärt ihm die mutter.
“durch unrat vom menschen gedeiht unser futter.”

“was ist denn ein mensch”, will das pferdchen nun wissen.
“ein reittier wie günther”, sagt die stute beflissen,
“und er ist der letzte von denen, wo doch das große feuer war.

drum müssen wir diese ressource hier pflegen
und günther braucht auslauf, muss sich täglich bewegen.
denn menschliche scheiße, mein liebes, ist sonst nicht mehr erneuerbar.”


Schreibwettbewerb verlängert


Da der Einreichtermin offenbar etwas ungünstig gelegt war (Frankfurter Buchmesse) und die Zahl der bis Freitag eingereichten Beiträge etwas enttäuschend war, haben wir den Wettbewerb um eine Woche, d.h. bis einschließlich Sonntag, den 23. Oktober, verlängert.


Schreibwettbewerb: II Das rote Pferd


4horsesfbUnd als es das zweite Siegel auftat, hörte ich die zweite Gestalt sagen:
Komm!
Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot. Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert gegeben.

(Offenbarung 6, 3-4)

Lass dich durch diese Textstelle aus der Offenbarung des Johannes anregen und schreibe dazu eine Geschichte, ein Gedicht oder was auch immer dir dazu einfällt. Bibelkenntnis ist nicht erforderlich. Lass einfach den Text auf dich wirken und deine Fantasie spielen.

Einreichschluss: Sonntag, 16. 23. Oktober 2011
Wie immer können auch Gäste teilnehmen.
» Zu den Teilnahmebedingungen


(Bild: Rich Man (flickr.com), CC-BY-Lizenz.)


Literarchie goes Bachmannpreis: Einladung zum Mitmachen


tddl200Vom 6. bis zum 10. Juli 2011 finden in Klagenfurt die 35. „Tage der deutschsprachigen Literatur“ statt. Wir wollen das Ereignis in der Literarchie gemeinsam mitverfolgen und kommentieren. Gäste sind herzlich eingeladen, mitzumachen!

Um dem Ganzen ein wenig Struktur zu geben, haben wir uns für die Diskussion Spielregeln überlegt. Es gibt Diskussionssthreads für jeden einzelnen Text bzw. Autor (die Texte werden ja erst jeweils kurz vorher bekannt gegeben) und einen Thread für die allgemeine Diskussion. Ansonsten ist die Sache ganz frei und zwanglos geplant.
Wir versuchen das zum ersten Mal, es ist also ein Experiment - Pannen sind nicht auszuschließen.

» Hier geht es zu unserem Bachmannpreis-Forum

(Bild: Bachmannpreis 2010 - presse.bachmannpreis.eu)


Pork Soda


von debruma

Gewinnertext des Schreibwettbewerbs "Zeigt her eure Füße! Schubladentexte"


Ich sitze in einem Auto in einer Tiefgarage und höre Primus, 'Pork Soda'.
Um mich herum Düsternis, selbst die Metalliclackierung des haigesichtigen BMW links von mir wirkt grau. Die Wände sind fleckig, fressen das kalte Licht der Neonlampen, über mir schlängeln sich Rohre. Was ich eben weiß, nicht aber aus meiner Position heraus sehen kann. Dazu müsste ich mich vorbeugen, den Hals verdrehen und nach oben schielen. Wozu. Ich spüre ihre Nähe, brauche sie nicht zu sehen.
Allein scheine ich hier unten zu sein. Seit ewigen Minuten keine hallenden Schritte mehr und keine Lichter, die die Wände entlang huschen wie Geistwesen.

Zehn Ventilatoren an der Wand – erinnern mich an Windmühlen, die wir als Kinder hatten, die wir pustend prustend drehen ließen, das zirrende flatternde Geräusch, das sie machten... dies hier aber ihre dunkelgrauen, sachlichen Brüder.
Verzählt. Es sind elf. Drehen sich aber nur zwei. Einer ganz außen, einer in der Mitte.
Bestimmt sitzen Männer mit Mützen und blauen Uniformen vor Überwachungsmonitorern - die Herren den Ventilatoren. Immer wenn hier unten jemand ohnmächtig zu Boden sinkt, schalten sie einen Ventilator dazu. Wie dazumal mit den Kanarienvögeln in den Bergwerksstollen.

Ich wechsle von 'Pork Soda' auf 'Sailing the Seas of Cheese'. Dies wäre was für mich, ein Hobby, Käseseesegeln, bräuchte man Cracker... Schritte? Nein, niemand hier, nur ein Knacken in einem der Rohre.

Die Außenwelt könnte verschwunden sein, ich würde es nicht merken. Weg. Ausgelöscht. In einem Sturm aus Gammastrahlen verbrannt zu feinem Pulver. Die Staubwelt versinkt gerade jetzt im atomaren Winter.
So wie hier habe ich mir Atombunker immer vorgestellt. Grau, beklemmend niedrig, fensterlose Unterwelten mit eiskaltem Licht, Überwachungskameras, die einem hinterherschnurren. Allsehende Augen eines vielleicht blinden Gottes, von dem keiner ahnt, ob er denn gnädig ist.
Wie lange wird es dauern, bis ich die Wirkung der Strahlen spüre... der Beton wird dick genug sein um ausreichend Wellen abzufangen, dass ich nicht sofort verbrenne, sondern meine Zellen nach und nach und jede für sich vor die Hunde gehen...

Eine Frau - ihre hohen Schuhe knallen auf dem Beton, als sie mit zügigen Schritten auf mich zukommt. Neid im strengen Blick, erste Falten um die Augen, der Mund ein schmaler Strich. Sie ist nicht viel älter als ich, in Menschenjahren, Kindskopf wird sie trotzdem denken.

Großartig, sie und ich, die letzten unserer Art.


debruma


http://www.debruma.de/debruma ist ... einfach debruma. Die Website zu beschreiben wäre verkehrt. Man muss sie erleben, selber rausfinden, worum es geht. Das ist auf den ersten Blick einfach. Auf den zweiten Blick dann doch wieder nicht.

http://www.debruma.de/


Schreibwettbewerb: Zeigt her eure Füße! Schubladentexte


Ruthie Hansen (flickr.com), CC-BY-NC-SAJeder hat sie, keiner will sie. Manche verstecken sie im hintersten Winkel ihrer Festplatte. Andere stopfen sie in jede freie Ecke des Internets. Schubladentexte sind eine Pest.

Jetzt habt ihr die einmalige Gelegenheit, eure Schubladentexte loszuwerden und dafür sogar Lorbeeren einzuheimsen. Durchwühlt eure Dachböden, stöbert in euren Gammelkisten, hebt jeden Stein auf, unter dem sich ein längst vergessener Text verstecken könnte.

Auch Unvollendetes wird gern genommen. Drei Zeilen eines leidenschaftlichen Liebesgedichts, beim Italiener nach dem dritten Glas Chianti auf Klopapier notiert? Prima! Her damit!

Einreichschluss: Sonntag, 12. Juni
Wie immer können auch Gäste teilnehmen.
Genauere Infos und Teilnahmebedingungen » hier im Forum.


... aus gutem Hause


von debruma

Gewinnertext des Schreibwettbewerbs "Gefallene Engel"


„... die jüngste aber war so schön, dass die Sonne selbst sich verwunderte, so oft sie ihr ins Gesicht schien.“
„Wie Kleo!“, ruft Lana dazwischen. Die anderen schubsen sie. Wollen keine Unterbrechung.
„Ja, wie Kleo“, sage ich und lese weiter. Vom Froschkönig.

*

Seit einer Ewigkeit ist Kleo der erste Mensch, der fünf Klassen über seiner Einstufung arbeitet. Sie gilt als wahre Schönheit, in einer Welt, aus der die Hässlichkeit verbannt ist.
Ein oder zwei Klassen zu überwinden, ist möglich. Es zählt nicht allein die Genetik oder die physiologischen Marker.

Wir sind weit. Aber nicht so weit, jeden Charakterzug, jedes Talent vorhersagen zu können. Sozialer Status und das psychologische Profil spielen ebenso eine Rolle bei der Zuordnung.

Kleo ist meine Schwester.

*

„Wir müssen reden.“
Mein zukünftiger Schwager legt die Fingerspitzen aneinander. Sein Gesicht gleicht dem einer griechischen Statue. Er gehört zur Elite. Bald wird er in die Politik gehen. Gleich nach seiner Heirat.
„Es gibt ein Problem.“
„Mit Kleo?“
„Nein. Mit dir.“
„Mir?“
„Ja, die Prüfung aller potentiellen Familienmitglieder hat ergeben, dass du eine Anomalie aufweist.“
„Was für eine Anomalie?“
Er zuckt mit den Schultern. Er ist kein Genetiker. Ich schon.

„Nichts bedeutendes. Für dich. Ein unbekanntes Muster. Vielleicht ein Retrovirus, wer weiß. Aber Fakt ist – es gibt eine Anomalie.“

Das ist allerdings ein Problem. Kleo steht zwei Klassen unter ihm, gemessen an ihrer Arbeit, sieben in ihrer Einstufung.
Die Heirat ist eine Sensation, nur verzeihlich durch ihre überirdische Schönheit. Für ihre Kinder aber kann Kleos niedriger genetischer Standard negative Auswirkungen haben. Insbesondere wenn der Rest der Familie nicht lupenrein ist. Die politische Führung obliegt den perfekten Familien.

„Warum die Abweichung nicht vorher entdeckt wurde, konnte mir keiner erklären. Vermutlich sind unsere Leute einfach besser.“ Damit meint er die Labore im Besitz seiner Familie.

Es wurde nicht entdeckt, weil mein Vater es verhindert hat. Das sage ich ihm nicht. Ich darf das nicht wissen. Ich weiß viele Dinge, die ich nicht wissen darf.

„Du wirst sie nicht heiraten?“
„Natürlich werde ich sie heiraten. Kleo ist perfekt. Der Beweis, dass dieses ganze Gerede von der genetischen Diskriminierung Blödsinn ist!“
„Was dann?“
„Deine Eltern sind bereit, bekannt zu geben, dass du adoptiert bist. Sie haben dies bisher nur verschwiegen, um dich und Kleo nicht zu belasten.“
„Ich bin aber nicht adoptiert.“
„Nach meinen Unterlagen hier schon.“

*

„Du machst die Familie kaputt“, meine Mutter schreit. Ich habe sie noch nie schreien hören. Emotionale Stabilität ist ein wesentlicher Bewertungsfaktor.

„Ich mache die Familie kaputt? Ihr gebt mich doch zur Adoption frei!“ Ich schreie öfters. Wahrscheinlich Folge meiner Anomalie.
„Das ist nicht korrekt“, sagt mein Vater, „Adoption ...“
„Das weiß ich!“
Er geht ein paar Schritte, räuspert sich: „Das ist eine einmalige Gelegenheit für unser Familie. Nicht nur für Kleo oder uns sondern für alle. Für unsere Enkel, Großenkel ...“
„Und ich? Ich werde um mindestens drei Klassen herabgesetzt. Mit einer Herkunft, die offensichtlich soziologisch defekt ist. Übrigens, das bedeutet: ich verliere meine Arbeit.“
„Nein, nein“, meine Mutter wiegelt ab. „Kleos Mann wird das regeln. Höchstens eine Klasse.“
„Es gibt keine Klassen!“, brüllt mein Vater. Er arbeitet beim Verfassungsschutz. In einer Position, die heutzutage für ihn unerreichbar wäre. Vor 30 Jahren steckte die Einstufung in den Kinderschuhen.

Offiziell gibt es keine Klassen. Es gibt Gutachten. Unzählige Gutachten. Ich möchte sagen, Gutachten vom ersten Atemzug an. Aber dies ist falsch. Vom ersten Herzschlag ebenso. Bereits die halbloiden Chromosomensätze werden analysiert, bewertet. Aussortiert.

Eine Zusammenstellung der Gutachten, digitale Auswertung, das Zugrundelegen eines Punktesystem und eine daraus folgende Beurteilung sind verboten. Aber wir haben sie alle gelesen. Unsere Beurteilung und die der anderen. Die Schulen, die Arbeitgeber, die Versicherungen, die Partnervermittlungen. Haben sie gelesen. Jede einzelne.

„Du hast das geplant“, sage ich, „von Anfang an. Du wusstest, du bekommst keine perfekten Kinder, also hast uns molekurlargenetisch überarbeiten lassen. Bei Kleo hat das funktioniert, bei mir nicht. Aber das ist nur aufgeflogen, weil du auf die Labore seiner Familie keinen Einfluss hast.“
Ich weiß viele Dinge, die ich nicht wissen darf. Er schweigt.

„Sag mir warum. Bitte. Papa.“

„Weil Eltern wollen, dass es ihren Kindern gut geht. Besser. Es heißt nicht umsonst 'aus gutem Hause stammen'. Das war schon immer so und wird so bleiben. Adel, Geld, Rasse, was immer man als Elite ansah zu seiner Zeit, man bleibt, wozu man geboren ist. Glaubst du vor 70 Jahren hätte ein Kind aus der unteren Schicht in die Vorstandsetage geschafft? Oder zum Unternehmer? Aus eigener Kraft? Weil es so klug und fleißig ist? Pah!“

*

Miu nimmt es gelassen, dass ich bald nicht mehr für sie arbeiten werde. „Dann macht das ein anderer“, sagt sie, „du bleibst für uns wichtig. Keine Sorge."
Sie ist die Leiterin der Eliteklinik für Geburtswissenschaften. Die Erfinderin des KU. Des künstlichen Uterus. Der menschliche Körper ist anfällig. Schon ein kleiner Infekt kann Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben. Genetisch einwandfreies Material kann sich nicht optimal entwickeln.

Zehntausende Kinder wachsen hier jedes Jahr heran. Wir sind weit. Aber nicht fehlerfrei. Die Kenntnis der DNA genügt nicht. Sie ist nur ein vager Bauplan, wie er abgelesen, wie er umgesetzt wird, bleibt komplex. Die Kinder wachsen im KU heran. Es werden RNA-Gutachten und proteinerge Karteien angefertigt. Nur die perfekten schicken wir ins Leben.

Die anderen fallen in meinen Bereich. Forschung. Fehleridentifizierung. Statistik.

Miu und ich verstoßen gegen die Regeln. Wir wählen Kinder aus, fehlerhafte, und bringen sie zu ihr. Miu ist Elite. Niemand kontrolliert die perfekten Geschöpfe unserer Zeit. Niemand zweifelt an der Klasse.
Nicht alle Kinder überleben. Der Transport ist alles andere als optimal für unreife Neugeborene. Aber wir haben keine Wahl.

Ich bin es, der die Kinder aussucht. „Du hast die Gabe“, sagt Miu, „die Intuition, welche gerettet werden müssen.“
Daran muss ich glauben. Sonst wäre ich nicht besser. Auch ich sortiere die Lebenswerten aus.
„Besser?“, sagt Miu, „Wieso besser? Wir versuchen zu retten, was zu retten ist. Das ist ein dreckiges Geschäft. Was glaubst du, was wir sind? Superhelden?“

*

Das Märchen vom Froschkönig ist längst zu Ende.
„Was machen wir, Miu?“ frage ich. „Wir können sie nicht ewig verstecken.
„Nicht ewig, aber heute.“

*

Lana sucht mich. Sie will nach Kleo fragen. Die Nachricht der Hochzeit ist in den Medien.
Ich sehe sie an. Beuge mich herab. Nah. Ganz nah an ihr Gesicht. Ein Gesicht, dass es in dieser Zeit gar nicht geben dürfte.
„Ich verrate dir ein Geheimnis“, flüstere ich, „du bis das Schönste, das ich je gesehen habe.“


Literarchieblog

Ergänzung zum Forum

Suche

 

Sozialisier-Bar

Frisch gezwitschert

Follow me

Mitglieder in Büchern


E.M. Jungmann
Das Herz des Abwûn


Carmen Mayer
Die Rose von Angelâme



Romana Grimm (Hg.); E.M. Jungmann & Alfred Berger unter den AutorInnen
Faltherzen: Zeichen der Hoffnung

Literarchie zum Hören

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Website Status

Online seit 1602 Tagen
Zuletzt aktualisiert:
27.Jan.12 14:55

About
Leseproben
Literarchie als Buch
Literarchie zum Hören
Mitglieder-Websites
Newsarchiv
Wettbewerbe
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren